Am 27. Mai 2009 hatten die Lateinkurse des 7. Jahrgangs von Ulrike Schilling und Klaus Müller an ihrem Nachmittagsunterrichtstag mal etwas anderes vor: Rein in den Bus und – versorgt mit Marschverpflegung von Frau Wäger – ab nach Kalkriese! ("Wo ist das eigentlich?") Raus aus dem Bus – rein ins Museum? Denkste! Erst einmal musste das Schlachtfeld unter kundiger museumspädagogischer Führung bewältigt werden.
Die 7a rannte in wilder Unordnung durch dunkle Wälder, während die 7b in militärischer Marschordnung die römische Angriffstaktik übte, bis diese im Schlaf klappte. Dann kam das lang ersehnte Zusammentreffen der beiden Kurse am Befestigungswall. Die diszipliniert agierenden Römer mussten verzweifelt feststellen, dass sie gegen die hinter dem Wall auf der Anhöhe vor ihnen grölenden Germanen nicht den Hauch einer Chance hatten. So also musste sich die Niederlage der Legionen des Varus angefühlt haben!
Dann ging es noch für kurze Zeit ins Museum, wo die Fundstücke und in einem riesigen Glaskasten die schier unendliche Marschkolonne des Varus maßstabsgetreu aufgebaut waren.
Wer mochte, konnte sich noch einmal auf dem 75 Meter hohen Turm einen Überblick über das gesamte Schlachtfeld verschaffen, ehe es wieder fröhlich nach Hause ging – wer weiß, wovon der eine oder die andere die folgende Nacht geträumt hat ...
Klaus Müller
Sehen Sie hier einige Schnappschüsse vom Tag in Kalkriese. Die Fotos sind – wie immer – auf Klick vergrößerbar: