Mit dem Europaplatz entsteht ab dieser Woche ein neuer Ort an unserer Schule, der für Begegnung, Vielfalt, Austausch und Gemeinschaft steht. Er soll ein Ort werden, an dem europäische Themen nicht nur im Unterricht behandelt, sondern im alltäglichen Schulleben erfahren werden können – ein Ort, der dazu einlädt, neugierig auf andere Länder und Kulturen zu sein, miteinander ins Gespräch zu kommen und die eigene Schule aktiv mitzugestalten.
Wie dieser Gedanke in Form einer interaktiven Kunstinstallation konkret umgesetzt wurde, zeigen die Kunstkurse von Frau Hitzemann und Herrn Niebrügge aus den Jahrgängen 6 und 7. Die Schüler*innen haben im Kunstunterricht Sterne aus Holz gestaltet, die nun Schritt für Schritt den Europaplatz bereichern werden. Doch die Sterne sollen nicht nur dekorative Elemente des grünen Klassenzimmers sein. Sie sollen bald eigene Geschichten über Europa erzählen.
An den Holzstäben der Sterne werden in Kürze von dem 9er Politikkurs von Frau Kölling QR-Codes befestigt, über die Schülerinnen und Schüler undBesucherinnen und Besucher digitale Präsentationen zu den jeweiligen Ländern aufrufen können.
So wird aus dem grünen Klassenzimmer ein interaktiver digitaler Lernraum: Wer über den Europaplatz geht, kann die Sterne entdecken, den jeweiligen QR-Code mit dem Tablet oder Smartphone scannen und unmittelbar mehr über ein europäisches Land erfahren. Informationen, Bilder, Texte und weitere digitale Inhalte verbinden sich dabei mit dem realen Ort.
Damit wird Europa auf dem Schulgelände nicht nur sichtbar, sondern interaktiv erfahrbar. Gleichzeitig zeigt dieses Projekt beispielhaft, welches Potenzial in der Verbindung von Kunst und Politik/Sozialwissenschaften sowie digitalem Lernen, Europa- und Demokratiebildung steckt. Der Europaplatz wird so zu einem Ort, an dem analoge und digitale Lernwelten miteinander verbunden werden.
Als mögliche Europaschule möchte das EGW junge Menschen dazu befähigen, sich mit Europa auseinanderzusetzen, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und Verantwortung für unsere gemeinsame Zukunft zu übernehmen.
Demokratie lebt schließlich nicht nur davon, dass wir alle paar Jahre wählen. Demokratie bedeutet auch, mitzureden, zuzuhören, unterschiedliche Interessen auszuhandeln, Kompromisse zu finden und gemeinsam Entscheidungen zu treffen.
Genau dafür soll der Europaplatz Raum bieten.


