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George Segal lässt grüßen – lebensgroße Plastiken des Lernstudios Ku J8

Nachdem wir zu Beginn des Kurses alte Schuhe neu gestylt haben – jede*r nach eigener Idee -, war das nächste Vorhaben nur in Gruppenarbeit zu bewältigen: Lebensgroße Gipsfiguren, die wir in der Schule aufstellen wollten. Als Vorbild diente George Segal mit seinen weißen Gipsfiguren, die in Alltagssituationen abgebildet sind.

In vielen Einzelschritten konnten wir schließlich nach wochenlanger Arbeit in Kleingruppen vier „Personen“, lässig aneinander angelehnt und vor grünem Hintergrund, in einer Fensternische des NaWi-Gebäudes aufstellen! 

Als wir zu Beginn unsere Gesichter und Hände mit Gipsbinden abgeformt haben, gab’s viele lustige Szenen und wir ahnten nur in Ansätzen, was da noch alles auf uns zukommen sollte. 

Das Körpergerüst aus Dachlatten musste gesägt und verschraubt werden, was nicht immer gleich stabil gelang: Manche Hüft- und Beinbrücke waren die Folge. Dafür stimmten die Proportionen aber auf Anhieb gut. Als Nächstes bekamen die Figuren durch gefüllte Müllsäcke Körpermasse, bevor sie mit gebrauchter Kleidung angezogen wurden. Als letztes wurden die Kleidungsstücke mit relativ flüssiger Gipsmasse eingeschlämmt. Auch hier konnten wir wertvolle Erfahrungen sammeln: Erstaunlich, wie schnell der Übergang von tropfendem (Achtung, Boden!) zu hartem und dann schon bröckeligem Gips ist… 

Manche Körperstellen und Arbeitsschritte würden wir beim nächsten Mal sicher noch routinierter angehen, aber mit der ersten Gestaltung dieser Art sind wir sehr zufrieden! Unsere neuen „Mitschüler*innen“ begleiten uns nun vertraut und doch fremd mit ihrer weißen Hülle in unserem Schulalltag auf dem Weg in den Kunstraum.